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Linde-Aktie: Linde umschifft die Klippen der Euro-Krise


27.07.2012
Die Börsenblogger

Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Ivan Tomasevic von "Die Börsenblogger" zufolge ist die Linde-Aktie (ISIN DE0006483001 / WKN 648300) für Anleger, die an das weitere Wachstum des Unternehmens glauben, nicht überbewertet.

Die Euro-Krise wirke sich derzeit unterschiedlich stark auf die deutschen DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900)-Konzerne aus. Dabei gehöre der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde noch zu denjenigen Unternehmen, die sich recht gut in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld schlagen könnten. Die nun bekannt gegebenen Ergebnisse für das erste Halbjahr hätten dies bestätigt.

Dabei habe Linde die entstandenen Nachfrageschwächen durch ein solides Geschäft mit Gasen und Kosteneinsparungen ausgleichen und somit Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verbuchen sowie die Jahresprognose bestätigen können. Insgesamt habe der Umsatz in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 7,17 Mrd. Euro gesteigert werden können.

Bereinigt um Währungskurseffekte habe der Anstieg 2,3 Prozent betragen. Das operative Konzernergebnis habe sich um 6,2 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro verbessert. Das Ergebnis nach Steuern sei um 5,5 Prozent auf 591 Mio. Euro bzw. 3,45 Euro je Aktie geklettert. Damit habe der Konzern seine Jahresprognose bestätigen können, bei der der Konzernumsatz erhöht und das operative Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden solle.


Die mittelfristigen Aussichten mache Linde von der geplanten Übernahme von Lincare abhängig. "Sollten wir die Transaktion wie geplant vollziehen können, werden wir bereits im Geschäftsjahr 2013 ein operatives Konzernergebnis von mindestens 4 Mrd. Euro erwirtschaften - ein Jahr früher als angekündigt", so der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle.

Dabei habe Linde bereits von der zuständigen US-Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) die Genehmigung zur Übernahme von Lincare (ISIN US5327911005 / WKN 885352) erhalten. Durch diesen Zukauf möchte Linde seine Marktposition als Healthcare-Anbieter der Gaseindustrie weiter ausbauen und zum weltweiten Marktführer in diesem Bereich aufsteigen. Die von Lincare angebotenen Produkte würden der Behandlung sowie der Minderung der Beschwerden bei Menschen dienen, die an Ephysemen, Bronchitis oder Asthma erkrankt seien.

Sollte die Lincare-Übernahme zu der Erfüllung der verbesserten mittelfristigen Prognosen führen, könnte auch der zuletzt stagnierende Aktienkurs von Linde etwas Auftrieb erfahren.

Dabei ist das Papier von Linde für diejenigen Anleger, die an das weitere Wachstum des Unternehmens glauben, mit einem 2012er-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 2,2 Prozent sicherlich nicht überbewertet, so Ivan Tomasevic von "Die Börsenblogger". (Analyse vom 27.07.2012) (27.07.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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